Doppelter Einsatz in Sachen Natur…

von Stefan Kubsch

von Claudia Backs

Am einem Wochenende Mitte Mai organisierte die Naturgruppe der Dorfgemeinschaft Rehren A. R. eV. gleich zwei Aktionen rund um das Thema Natur: während Freitags Hand angelegt wurde und der Garten der Sinne verschönert wurde, wurde Sonntags eine Wildbienenexkursion angeboten. Beim Arbeitseinsatz am Garten der Sinne wurden die Mulchwege mit Holzhackschnitzel von Kopfweiden entlang des Bünteweges erneuert. Die Hackschnitzel dazu stiftete der Bürgermeister der Gemeinde – Cord Lattwesen –. Zweites Ziel des Tages war es weitere insekten-freundliche Pflanzen zu setzen und so die biologische Vielfalt der örtlichen Schmetterlingswiese zu erhöhen.

 

Gut 20 Interessierte aller Altersstufen fanden sich ein um vom Wildbienenexperten Jakob Klucken mehr über diese Insekten zu erfahren. Als erstes lernte der interes-sierte Laie, dass es die Wildbiene nicht gibt, sondern mehr als 500 Arten in Deutsch-land dazu gehören. Entsprechend sind sie sehr vielgestaltig was Größe, Aussehen und Verhalten angeht. Neben Holz-, Pelz-, Scheren-, Erd- und Sandbienen etc. gehören auch die Hummeln zur Gattung der Wildbienen.

Von der Honigbiene entscheiden sie sich oft deutlich: sie leben oft alleine (solitär) und nicht im Bienenvolk. Eine Königin gibt es nicht, vielmehr ist jede weibliche Wildbiene quasi ihre eigene Königin. Viele Wildbienenarten sind als Pollenspezialisten auf ganz bestimmte Pflanzenfamilien oder –gattungen ange-wiesen. Die Honigbiene besitzt da keine Präferenzen. Der Radius in dem die Wildbienen fliegen ist deutlich weniger weit und so sind sie darauf angewiesen in diesem Bereich geeignete Futterpflanzen und auch einen geeigneten Platz für ihre Nester zu finden. Ein Viertel der Arten betreiben gar keinen eigenen Nestbau. Die Kuckucksbienen verhalten sich da wie der bekannte Vogel: Es wird kein eigenes Nest gebaut sondern die Kuckuckslarven in fremde Nester gelegt und sie ernähren sich dann vom Pollenvorrat anderer Bienen.

An einem der 4 Rehrener Wildbienenbruthilfen („Insektenhotels“)  konnte Herr Klucken den Nestbau besonders gut erklären. Foto Insektenhotel

Es gibt aber auch Übereinstimmungen zwischen Wild- und Honigbienen: Die Bedeutung der Männchen ist aber auch hier deutlich geringer als die der Weibchen…! 

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